Solargerüste

Solargerüst Olten – damit die Module am Termin bleiben

Ihre Photovoltaik kommt in dieser Region fast immer auf ein Dach, das seit Jahrzehnten steht. Für Olten führt das Gebäuderegister rund 4'570 Gebäude, etwa 81 Prozent davon heizen bis heute mit Öl oder Gas. Über den Montagetermin entscheidet deshalb, was vorher geklärt ist.

Ab 3 m Absturzhöhe schreibt die SUVA eine Dachfanglage vor. Getragen wird sie von einem Solargerüst der Lastklasse 4 bis 5. Abgebaut wird erst, wenn Dachdecker und Solarteur vom Objekt weg sind.

Liegt das Haus in der Oltner Altstadt, geht der Anlage ein Baubewilligungsverfahren voraus – eine blosse Meldung genügt dort nicht. Eine erste Rückmeldung erhalten Sie innert 48 Stunden.

Schutzstatus

Im Altstadtperimeter kommt der Entscheid vor dem Gerüst

Auf dem allergrössten Teil der Dächer reicht für eine Solaranlage die Meldung. Innerhalb der Oltner Altstadt reicht sie nicht. Der Kanton schützt nur eine Handvoll Ortsbilder unmittelbar per Verordnung, und dieses ist eines davon.

Im kantonalen Richtplan steht die Altstadt als Kulturdenkmal von kantonaler Bedeutung nach Art. 18a Abs. 3 RPG. Damit entfällt die Meldeerleichterung, und aus dem Formular wird ein ordentliches Baubewilligungsverfahren.

Dazu kommt eine zweite Instanz. Die Verordnung erlaubt dem Kanton, die Zustimmung zu Baugesuchen im geschützten Ortsbild an eine örtliche Fachkommission zu übertragen. In Olten ist das die Altstadtkommission.

Für die Terminplanung folgt daraus eine einfache Reihenfolge: erst der Entscheid, dann der Aufbau. Publizierte Gesuche liegen 20 Tage öffentlich auf; entschieden wird innert zwei Monaten, sobald die Unterlagen vollständig sind.

Bewilligung
statt blosser Meldung
20 Tage
öffentliche Auflage des Gesuchs
2 Monate
Frist für den Entscheid
07.00–11.30
Güterumschlag Mo bis Sa

Bauaufgaben

Sechs Situationen, aus denen ein PV-Auftrag entsteht

Nicht der Gerüsttyp bestimmt den Aufwand, sondern das Objekt darunter. Ein Reihenhaus in Gretzenbach stellt andere Fragen als eine Halle in Wangen bei Olten oder ein Haus im Altstadtperimeter. Diese sechs Ausgangslagen kommen am häufigsten vor.

Altes Dach, neue Last

Das Gebäuderegister führt für Olten rund 4'570 Gebäude, etwa 81 Prozent davon heizen fossil. Die Module landen also auf alten Ziegeln, alter Lattung, alter Traufe. Vor dem Aufbau schaut sich das Team die Auflagerpunkte am Bestand an. Danach richtet sich die Konstruktion – nicht nach dem Katalog.

Anlage im geschützten Ortsbild

Der Kanton schützt nur eine Handvoll Ortsbilder unmittelbar per Verordnung. Die Oltner Altstadt gehört dazu. Deshalb läuft eine Dach-Solaranlage im Perimeter über ein Baubewilligungsverfahren. Wer den Montagetag vor dem Entscheid setzt, verschiebt ihn zweimal.

Fassade und Dach in einer Vorhaltung

In Trimbach und Dulliken prägen Mehrfamilienhäuser der Nachkriegsjahre ganze Wohnquartiere. Steht die Dämmung ohnehin bevor, trägt ein Aufbau beide Gewerke. Das erspart die zweite Montage und die zweite Miete. Voraussetzung: Die Dämmstärke liegt fest, bevor die Konsolen bestellt sind.

Hallendach auf dem Werkareal

Bei Gewerbebauten in Schönenwerd, Däniken oder Wangen bei Olten zählt die Dachkante. Den Umfang gibt die umlaufende Dachrandsicherung vor, nicht die Fassadenlänge. Attikaabschluss, Blitzschutz und Kabelkanal hängen mit daran. Der Aufstieg gehört auf die Seite, an der angeliefert wird.

Renditeobjekt mit bewohnten Wohnungen

Der Kanton Solothurn meldete am 1. Juni 2025 eine Leerwohnungsziffer von 2,05 Prozent. Wer hier vermietet, konkurriert um Mieter statt um Wohnungen. Die Offerte muss vor dem Gremium bestehen und den Mieterbrief füttern. Netz statt Plane, Beleuchtung und abschliessbare Fenstergriffe gehören dazu.

Servicetermin nach dem Netzanschluss

Ein Wechselrichter hält keine dreissig Jahre, und ein Modul kann brechen. Für Kontrolle oder Tausch braucht es den Zugang ein zweites Mal. Solche Einsätze laufen ab einer Woche Vorhaltung. Aufgebaut wird auf denselben Verankerungspunkten wie beim ersten Mal.

Solargerüst an einem Einfamilienhaus – Foto: KUGE Bau AG

Technik

Was auf der Bühne liegt, bestimmt ihre Auslegung

Ein Modul wiegt 20 bis 25 kg und ist sperrig. Es wandert vom Belag aufs Dach, oft über Kopfhöhe. Daneben liegen Montageschienen, Kabelkanal und Akkuwerkzeug gleichzeitig. Deshalb rechnet das Team mit Lastklasse 4 bis 5.

Der zweite Punkt ist die Breite. Auf 0.73 m hebt niemand ein Modul kontrolliert übers Geländer. Konsolen bringen den Belag auf 1.09 m und mehr – erst dann greift die Montage sauber aufs Dach.

Darunter fängt die Dachfanglage Person und Material ab. Massgebend ist die Absturzhöhe von 3 m, nicht die Traufhöhe. Gebaut wird nach SN EN 12810/12811, die Abnahme hält das SUVA-Freigabedokument fest.

An Sichtfassaden im Altstadtperimeter sind Ankerlöcher heikel. Dort arbeitet das Team ballastiert oder mit Rückverankerung. Am Born, am Engelberg und in Lostorf gleichen Rahmen und Konsolen die Aufstandshöhen aus.

Lastklasse 4–5
Traglast der Bühne
20–25 kg
je Modul, das übers Geländer geht
ab 1.09 m
Belag mit Konsole
SN EN 12810
Bau- und Abnahmenorm

Ablauf

Vier Schritte bis zum Montagetag

Vom ersten Telefon bis zur fertigen Einrüstung vergeht selten mehr als eine Woche. Am Wohnhaus steht die Konstruktion in 1–2 Tagen. Der Andrang liegt im Sommer – ein früh gesetzter Termin hält auch dann.

01

Dach beschreiben

Dachform, ungefähre Fläche, Modulzahl und Höhe genügen. Drei Handyfotos vom Boden sagen mehr als jede Skizze.

02

Offerte lesen

Typ, Lastklasse, Fanglage, Konsolen und Vorhaltung stehen als getrennte Zeilen. Am Wohnhaus kommt sie meist noch am selben Tag zurück.

03

Aufbau mit Fanglage

Montiert wird mit Dachfanglage und umlaufendem Seitenschutz. Im Altstadtperimeter fährt das Material zwischen 07.00 und 11.30 Uhr an. Die Abnahme hält das Freigabedokument fest.

04

Abbau, sobald Strom fliesst

Ein Anruf genügt, wenn die Anlage am Netz ist. Der Abbau folgt innert 2–3 Arbeitstagen. Sind mehrere Gewerke unterwegs, zählt das letzte.

Hinweis für Planende: Der Wandabstand entsteht am Reissbrett, nicht am Aufbautag. Fehlt die Dämmstärke im Gerüstplan, muss die Konstruktion später ein zweites Mal versetzt werden.

Reihenfolge

Die Förderfrist schlägt den Wunschtermin

Gehört zur Anlage eine geförderte Dämmung, hängt der Beitrag an der Reihenfolge. Das Gebäudeprogramm des Kantons Solothurn zahlt nichts nach, wenn die Baustelle vor dem Gesuch startet. Diese fünf Schritte in dieser Abfolge halten die Frist.

  1. 01

    Beitrag überschlagen

    Der Fördergeldrechner des Kantons zeigt die grobe Höhe. Gefördert wird die Gebäudehülle – das Modul selbst nicht.

  2. 02

    Gesuch stellen, bevor gebaut wird

    Schon die erste bauliche Massnahme am Objekt zählt als Baubeginn, und dazu gehört die Einrüstung. Danach ist der Beitrag weg.

  3. 03

    Zusicherung abwarten

    Die kantonale Energiefachstelle antwortet üblicherweise in rund 14 Tagen, kostenlos. Verbindlich wird der Terminplan erst mit diesem Schreiben.

  4. 04

    Konsolen auf die Dämmstärke legen

    Eine Einrüstung bedient Dämmung und Modulmontage. Damit der Wandabstand hinterher passt, gehört die künftige Dämmstärke in den Gerüstplan.

  5. 05

    Abschlussmeldung nachreichen

    Nach der Bauabnahme geht die Meldung an die Energiefachstelle. Die Gerüstrechnung liegt dann längst bei den Belegen.

Beitrag abschätzen: Fördergeldrechner Kanton Solothurn · Fachwissen zur Anlagenplanung: Swissolar

Kosten

Was kostet ein Solargerüst in Olten?

Der Rahmen liegt bei CHF 14 bis CHF 28 je m² Gerüstfläche. Eingerechnet sind Montage, Dachfanglage, drei bis vier Wochen Vorhaltung und der Abbau. Ein reines Fassadengerüst kostet weniger, weil Belag und Traglast kleiner ausfallen.

Wo Sie in dieser Spanne landen, entscheiden drei Dinge: Dachform, Höhe und Zufahrt. Ein freistehendes Steildach mit Vorfahrt bis unter die Traufe liegt unten. Ein Arealbau mit umlaufender Dachrandsicherung liegt oben. Kommt eine Dachsanierung dazu, teilen sich zwei Gewerke eine Konstruktion.

Fünf Objekte, fünf Rahmen

Objekt Gerüstfläche Preisspanne Vorhaltung inkl.
Reihenhaus mit Steildach ~120 m² CHF 1'800–3'200 3 Wochen
Sanierung: Dämmung plus Module ~200 m² CHF 3'000–4'800 6 Wochen
Wohnblock, drei Vollgeschosse ~300 m² CHF 4'000–6'500 4 Wochen
Hallendach auf dem Werkareal ~250 m² CHF 3'500–5'800 3 Wochen
Hofgebäude auf den Jurahöhen ~350 m² CHF 4'500–7'500 4 Wochen
Alle Werte ohne MwSt., gerechnet auf die Gerüstfläche. Konsolen, Hanglage und erschwerte Zufahrt erscheinen als eigene Positionen. Stand 2026.
CHF 14–28
Rahmen je m² Gerüstfläche
3–4 Wochen
Vorhaltung inbegriffen
Dachfanglage
Teil jeder Position
48h
bis zur ersten Antwort

Jede Position steht einzeln in der Offerte: Montage, Fanglage, Konsolen, Vorhaltung, Abbau. Nachträge gibt es keine. Für Ihr Dach in Olten oder im Niederamt: Offerte anfordern.

PV-Dächer zwischen Aare und Jurahöhen

Auf den Hallendächern der Werkareale steht die Dachrandsicherung fest, bevor der erste Rahmen angeliefert wird. Am Hang in Lostorf zählt zuerst der Höhenausgleich unter den Füssen. Auf den Jurahöhen im Bezirk Gösgen führen enge und steile Zufahrten hinauf – dort verteilt das Team die Last grossflächig.

Die Oltner Altstadt steht unmittelbar kraft kantonaler Verordnung unter Schutz, nicht erst über den Zonenplan. Eine Dach-Solaranlage braucht dort ein Baubewilligungsverfahren. Ausserhalb des Perimeters bleibt es beim ordentlichen Weg. Grenzt die Parzelle an Bahnareal, kommt die Bewilligung nach Art. 18m Eisenbahngesetz dazu. Das ganze Leistungsangebot gilt in beiden Bezirken.

Wangen bei Olten Dulliken Schönenwerd Hägendorf Kappel SO Däniken Gretzenbach Starrkirch-Wil Fulenbach Gunzgen Rickenbach SO Boningen Walterswil SO Eppenberg-Wöschnau Trimbach Niedergösgen Lostorf Erlinsbach SO Obergösgen Winznau Stüsslingen Kienberg Wisen SO Hauenstein-Ifenthal

Fragen

Was Bauherrschaften vor der Montage fragen

Vorlauf, Schutzstatus, Förderfrist, Bahnnähe, Bestellweg und Preis: Diese sechs Punkte kommen vor fast jedem PV-Projekt auf. Alles Weitere steht in der gesamten Fragenübersicht.

Wie viel Vorlauf braucht die Gerüstbestellung?

Am freistehenden Wohnhaus genügen wenige Tage. Eng wird es in drei Fällen: Altstadtperimeter, öffentlicher Grund und Bahnnähe. Steht die Konstruktion auf einer Gemeindestrasse, verlangt Olten mindestens 14 Tage Vorlauf. Auf einer Kantonsstrasse sind es 20 Werktage, bei starker Verkehrsbeschränkung 40 Werktage. Melden Sie den Montagetag darum an, sobald er im Kalender steht.

Was ändert sich, wenn das Haus im Altstadtperimeter steht?

Dann läuft die Anlage über ein ordentliches Baubewilligungsverfahren statt über eine Meldung. Der Kanton schützt nur eine Handvoll Ortsbilder unmittelbar per Verordnung – die Oltner Altstadt ist eines davon. Der kantonale Richtplan führt sie als Kulturdenkmal von kantonaler Bedeutung nach Art. 18a Abs. 3 RPG. Gesuche im Perimeter beurteilt zusätzlich die Altstadtkommission. Publiziert wird 20 Tage, entschieden innert zwei Monaten nach vollständigen Unterlagen.

Verliere ich den Förderbeitrag, wenn zuerst das Gerüst steht?

Ja, sobald eine geförderte Dämmung zum Projekt gehört. Schon die erste bauliche Massnahme am Objekt zählt als Baubeginn – die Einrüstung eingeschlossen. Das Gesuch ans Gebäudeprogramm des Kantons Solothurn muss vorher vollständig eingereicht sein. Es kostet nichts und wird üblicherweise in rund 14 Tagen bearbeitet. Warten Sie die schriftliche Zusicherung ab.

Wie nah darf eine Konstruktion an ein Gleisfeld?

Nah durchaus – aber nur mit Vorlauf. Arbeiten neben Bahnanlagen bewilligt die Bahn nach Art. 18m Eisenbahngesetz. Die Fahrleitung führt 15'000 Volt, der Mindestabstand beträgt 5 m. Das Erdungskonzept braucht mindestens 25 Tage, die Projektprüfung rund 30 Tage. Zwischen 0 und 5 m ab Gleisachse ist ein Sicherheitschef zwingend anwesend, bezahlt von der Bauherrschaft. Zusammen sind das rund acht Wochen.

Steht das Gerüst in der Offerte des Solarteurs?

Manchmal ja, oft nicht. Läuft die Bestellung über den Solarteur, koordiniert das Team Auf- und Abbau direkt mit ihm. Bestellt die Bauherrschaft selbst, erscheint die Konstruktion als eigene Position in ihren Unterlagen. Für die Förderabrechnung ist die zweite Variante übersichtlicher. Fragen Sie früh nach, sonst fehlt die Position in beiden Offerten.

Warum kostet eine PV-Einrüstung mehr als ein Malergerüst?

Weil Traglast und Belagbreite höher liegen. Beim Maler liegen Rolle und Kessel auf der Bühne, beim Solarteur Module, Schienen und Kabelkanal. Der Rahmen von CHF 14 bis CHF 28 je m² Gerüstfläche deckt Montage, Dachfanglage, drei bis vier Wochen Vorhaltung und den Abbau. Höhe, Dachform und Zufahrt verschieben den Wert innerhalb dieser Spanne.

Jetzt starten

Modultermin gebucht?
Das Gerüst steht davor.

Dachfläche, Höhe und der geplante Montagetag genügen für den Start. Jede Position wird für Ihr Objekt in Olten oder im Niederamt einzeln ausgewiesen. Ein Anruf spart den Schriftweg.