Spezialgerüst in Olten
Fällt Ihr Bauwerk aus dem üblichen Raster? Geschützte Fassaden ohne tragfähige Ankerpunkte, Grundstücke am Hang, Anlagenteile mit befristetem Stillstand. Ein Spezialgerüst in Olten entsteht aus der Berechnung, nicht aus dem Katalog.
Jede Sonderkonstruktion bekommt ihren eigenen Standsicherheitsnachweis. Die Regelwerke SN EN 12810/12811 bilden dabei den Boden, nicht die Antwort. Was gerechnet wurde, steht vor dem Aufbautag bei Ihrer Bauleitung – samt Montagefolge und Abnahmetermin.
Die Offerte trifft innert 48 Stunden ein – getrennt nach Gerüstfläche, Grundmiete und Standzeit.
Berechnung
Vier Grössen bestimmen die Konstruktion
Bevor ein Element gesetzt wird, klärt das Team diese vier Punkte. Sie entscheiden über Ankerraster, Fussplatten, Ballast und Terminplan.
Ankergrund
Was hält die Fassade aus? Verputztes Mauerwerk nimmt Ringösen auf, eine Aussendämmung braucht durchgeführte Hülsen, historisches Sichtmauerwerk oft gar nichts. Diese Antwort steht vor jeder Materialliste.
Baugrund
Die Schotterterrassen der Aaretalsohle in Olten, Dulliken und Schönenwerd tragen ohne Zusatzaufwand. Am Aareufer und entlang des Werkkanals wird der Boden feinkörnig und nass. In Olten SüdWest liegt eine aufgefüllte Kiesgrube – Tragfähigkeit vorher klären.
Windangriff
Bekleidung entscheidet über die Statik. Ein blankes Gerüst lässt den Wind durch. Schutznetz und Plane machen daraus eine Segelfläche, und die Talachse der Aare führt die Bise geradewegs darauf zu. Die Rechnung endet bei zusätzlichen Ankern, dichterem Raster und einem eigenen Nachweis.
Zeitfenster
Drei Dinge in dieser Region öffnen sich nur auf Zeit: der Revisionsstillstand einer Anlage, das Bahnfenster am Gleis und die Altstadtzufahrt bis 11.30 Uhr. Vom Schlusstermin aus rechnet die Disposition rückwärts, nicht vom Aufbautag vorwärts.
Einsatzbereiche
Sechs Lagen, in denen ein Spezialgerüst nötig wird
Die Amtei Olten-Gösgen liefert die ganze Bandbreite: geschützte Substanz in der Altstadt, Fels am Hang, Fahrleitung neben der Fassade, Revisionsfenster in der Energiewirtschaft. Jede Lage verlangt eine eigene Lösung – und einen eigenen Nachweis.
Geschützte Substanz in der Oltner Altstadt
Der Kanton schützt nur eine Handvoll Ortsbilder unmittelbar per Verordnung – die Altstadt von Olten ist eines davon. Unter der Pflästerung liegen Werkleitungen knapp unter der Oberfläche. Punktlasten stimmt das Team mit der Stadt ab. Die Konstruktion steht auf Lastverteilung statt auf einzelnen Füssen.
Hanglagen am Born, am Engelberg und im Jura
Olten liegt auf 396 m, Hauenstein-Ifenthal auf 690 m, Wisen SO auf 682 m. Am Born und am Engelberg steht kaum ein Haus auf ebenem Grund, der Fels reicht stellenweise fast an die Oberfläche. Ausgleichsrahmen und Konsolen holen den Höhenversatz auf, bevor die erste Ebene entsteht.
Revisionsfenster in der Energiewirtschaft
Die Jahresrevision des Kernkraftwerks Gösgen in Däniken ist der grösste Industrietermin der Region. Das Laufwasserkraftwerk Gösgen hat sein Maschinenhaus in Niedergösgen. Solche Anlagen öffnen sich nur in fixen Zeitfenstern, das Zutrittsregime ist streng. Für schwere Ausrüstung reicht die Auslegung bis Lastklasse 6.
Fahrleitung und Gleisfeld
Gleisfelder ziehen quer durch das Oltner Siedlungsgebiet. In der Fahrleitung liegen 15'000 Volt an, der Mindestabstand beträgt 5 m. Das Erdungskonzept braucht mindestens 25 Tage, die Projektprüfung rund 30 Tage. Diese acht Wochen gehören in den Terminplan.
Umnutzung historischer Industriebauten
Auf dem Bally-Areal in Schönenwerd wird seit Jahren umgenutzt statt abgebrochen. Hohe Hallen, mehrere Bauphasen, Auffüllungen im Untergrund: Ein Standardraster passt hier selten. Vor grösseren Installationen klärt sich, was der Boden trägt und was die Fassade aufnimmt.
Gewässerraum an Aare und Werkkanal
Temporäre Bauten bleiben im Kanton Solothurn bis drei Monate pro Kalenderjahr bewilligungsfrei – § 3ter Abs. 1 lit. f KBV. Im Gewässerraum entfällt diese Freiheit, Absatz 3 hebt die Befreiung auf. Dasselbe gilt bei Waldabstand, Strassenbaulinie, Schutzzone und Schutzobjekt. Das Wehr des Laufwasserkraftwerks steht in Winznau.
Grundlagen der Arbeitssicherheit: SUVA-Prävention im Gerüstbau
Häufige Fragen
Fragen zu Spezialgerüsten in Olten
Sechs Punkte, die Bauleitungen und Architekturbüros regelmässig ansprechen – von der Verankerung im Altbau bis zur Fahrleitung am Gleis. Der ganze Katalog steht in der FAQ-Übersicht.
Wann reicht ein Standardgerüst nicht mehr?
Wenn eine der vier Grundgrössen kippt. Der Ankergrund trägt nicht, der Boden gibt nach, die Bekleidung erzeugt Windlast, oder das Zeitfenster ist fremdbestimmt. Im Niederamt trifft das regelmässig zu: Hanglagen am Born und im Jura, geschützte Fassaden ohne Bohrmöglichkeit, nasse Böden am Werkkanal, Gleisfelder mitten im Siedlungsgebiet. Dann rechnet man, statt zu bestellen.
Wie hält ein Gerüst an einer Fassade ohne tragfähige Ankerpunkte?
Dann trägt die Fassade eben nicht. Sichtmauerwerk unter Schutz verträgt keine Bohrung, und eine Aussendämmung leitet Ankerkräfte nur über durchgeführte Hülsen weiter. Bleibt der Ballast auf eigener Standfläche oder die Abstützung über Laibung und Dachkonstruktion. Was davon hält, sagt der Nachweis zu diesem Objekt – nicht die Erfahrung vom letzten.
Ändert eine Plane etwas an der Konstruktion?
Ja, und zwar deutlich. Die Plane verwandelt ein durchlässiges Traggerüst in eine geschlossene Fläche, an der die Bise ansteht. Der Nachweis wird neu gerechnet, das Ankerraster rückt zusammen, die Zahl der Verankerungen steigt. Vor einer Sturmwarnung wird geöffnet oder abgenommen – das gehört in die Abmachung, nicht in die Improvisation.
Wer weist die Standsicherheit einer Sonderkonstruktion nach?
Wir selbst, nach SN EN 12811. Planende bekommen den Nachweis so früh, dass er in die Ausschreibung passt; die Bauleitung erhält ihn zusammen mit dem Abnahmeprotokoll. Kommt eine unangemeldete Kontrolle, liegt genau das Papier auf der Baustelle, nach dem gefragt wird.
Was gilt bei einem Gerüst direkt neben dem Gleis?
In Olten ist Bahnnähe der Regelfall. Die Fahrleitung führt 15'000 Volt, der Mindestabstand beträgt 5 m. Art. 18m Eisenbahngesetz stellt Arbeiten in Bahnnähe unter die Bewilligung der Bahn. Das Erdungskonzept braucht mindestens 25 Tage, die Projektprüfung rund 30 Tage. Zwischen 0 und 5 m ab Gleisachse ist ein Sicherheitschef zwingend anwesend – auf Kosten der Bauherrschaft.
Wie kommt das Team auf ein Areal mit Zutrittskontrolle?
Auf dem Weg, den der Betreiber vorgibt – ein anderer existiert nicht. Energie- und Industrieanlagen im Niederamt führen eigene Zutrittsverfahren mit Voranmeldung und Präqualifikation. Wer erst beim Stillstandsbeginn danach fragt, steht vor dem Tor. Deshalb steht dieser Punkt bei uns im Terminplan ganz oben, nicht in der Ausführung.
Sonderkonstruktionen im Bezirk Olten und im Bezirk Gösgen
Zwei Bezirke, 25 Gemeinden, ein Zentrum. In der Oltner Altstadt steht die Konstruktion auf Lastverteilung statt auf einzelnen Füssen. Am Born und am Engelberg gleichen Konsolen den Hang aus. Im Gewässerraum an der Aare greift § 3ter Abs. 3 KBV. In Däniken, Niedergösgen und Winznau gibt das Revisionsfenster den Takt vor.
Fotos und Pläne genügen für den Anfang. Steht bereits ein Stillstands- oder Bahnfenster fest, gehört es in dieselbe Mail. Innert 48 Stunden liegen Nachweis und Offerte vor – Gerüstfläche, Grundmiete und Standzeit je einzeln.
Vielleicht braucht Ihr Vorhaben gar kein Sonderteil:
Sonderfall statt Standardraster? Dann rechnen wir nach.
Schildern Sie Ihr Objekt am Telefon oder über das Formular. Hilfreich sind Fotos der Fassade, ein Grundriss und der geplante Zeitraum. Unter +41 79 193 11 03 geht es am schnellsten.