Vor jeder Aussendämmung kommt dieselbe Sorge: Löcher in der frisch gedämmten Wand. Die Hülsen greifen jedoch in den tragenden Untergrund, eine Ebene unter dem Dämmpaket.
Das Raster legt das Team vor der Montage mit dem Fassadenbauer fest. Üblich sind 6 m in der Breite und 4 m in der Höhe. Später wird jeder Punkt geschlossen, überdämmt und verputzt. Wächst das Dämmpaket, wächst der Wandabstand – dann kommen Konsolverbreiterungen dazu.
Im Altstadtperimeter bleibt die Sichtfassade unberührt. Dort steht die Konstruktion ballastiert und frei, oder sie hält sich über Dach und Rückseite. Entschieden wird das am Plan, nicht morgens auf der Baustelle.
Hängt erst Netz oder Plane, wirkt die Fläche wie ein Segel. Durch die Talachse der Aare zieht die Bise, und dann rückt das Ankerraster enger zusammen. Vor einer Wetterwarnung wird die Plane geöffnet oder abgenommen.
Traglast, Verankerung und Seitenschutz stehen in SN EN 12810/12811. Nach dem Aufbau erhält die Bauleitung das Abnahmeprotokoll, griffbereit für jede Kontrolle. Die Branchenstandards setzt der Schweizerische Gerüstbau-Unternehmer-Verband.